Ein Büro kann hervorragend gestaltet sein – und sich trotzdem unangenehm anfühlen.
Oft liegt das Problem nicht an Möbeln, Beleuchtung oder Temperatur, sondern an etwas, das man nicht sieht: der Raumakustik.
Gespräche, Telefonate, Videokonferenzen und Arbeitsgeräusche treffen auf Decken, Wände, Glasflächen und Böden. Werden diese Schallanteile stark reflektiert, entsteht Nachhall. Sprache breitet sich weiter im Raum aus und andere Tätigkeiten werden leichter wahrnehmbar.
Gerade dort, wo mehrere Menschen gemeinsam arbeiten, entsteht deshalb ein Zielkonflikt: Kommunikation soll möglich sein – konzentriertes Arbeiten aber ebenso.
Auch die DGUV beschäftigt sich mit Büroakustik
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung widmet diesem Thema die DGUV Information 215-443 „Akustik im Büro – Hilfen für die akustische Gestaltung von Büros“.
Die Publikation gibt Unternehmen einen Überblick über Möglichkeiten der akustischen Gestaltung von Büroräumen. Die DGUV weist dabei unter anderem darauf hin, dass Beschäftigte in gemeinsam genutzten Räumen miteinander kommunizieren können, sich durch Geräusche aber gleichzeitig gegenseitig stören können. Eine akustisch gut gestaltete Arbeitsumgebung unterstützt nach Angaben der DGUV sowohl Kommunikation als auch ungestörtes und konzentriertes Arbeiten.
Die vollständige und jeweils aktuelle Publikation finden Sie direkt auf die Publikationsdatenbank der DGUV:
→ DGUV Information 215-443 „Akustik im Büro“
Warum entsteht Nachhall?
Schall breitet sich von einer Schallquelle im Raum aus und trifft auf die umliegenden Oberflächen.
Harte und glatte Flächen wie beispielsweise Glas, Beton oder andere schallharte Oberflächen reflektieren einen großen Teil dieser Schallenergie zurück in den Raum.
Je weniger wirksame Absorptionsflächen vorhanden sind, desto länger bleibt der Schall im Raum wahrnehmbar.
Das Ergebnis kennt fast jeder aus eigener Erfahrung: Man spricht automatisch lauter, Gespräche aus anderen Bereichen werden deutlich wahrgenommen und der gesamte Raum wirkt unruhiger.
Akustik beginnt bei der Fläche
Um die Raumakustik zu verbessern, müssen ausreichend wirksame schallabsorbierende Flächen in die Raumgestaltung integriert werden.
Besonders interessant sind dabei Decken und Wände. Dort können Akustikelemente eingesetzt werden, ohne wertvolle Nutzfläche am Boden zu beanspruchen.
Je nach Raumkonzept kommen beispielsweise infrage:
- Akustikelemente an Wandflächen
- Deckensegel und Deckenabsorber
- frei gestaltete Akustikflächen
- textile Akustikelemente
- Kombinationen verschiedener Absorber
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt immer vom Raum, seiner Nutzung und den vorhandenen Oberflächen ab.
Natürliche Materialien statt rein technischer Lösungen
Akustiklösungen müssen heute nicht mehr wie technische Einbauten aussehen.
SilentFiber entwickelt Akustikelemente aus Materialien wie Hanf und Torf, die akustische Funktion mit einer natürlichen Materialwirkung verbinden.
Gerade in modernen Büros lässt sich dadurch die Akustik zum Teil der Innenarchitektur machen – statt sie erst nachträglich als notwendige technische Maßnahme hinzuzufügen.
Das Ziel bleibt dabei immer dasselbe:
Schall dort absorbieren, wo er entsteht und sich ausbreitet – und Räume schaffen, in denen Kommunikation und konzentriertes Arbeiten nebeneinander möglich sind.
Nicht jeder Raum braucht dieselbe Lösung
Ein Einzelbüro stellt andere Anforderungen als ein Großraumbüro. Ein Besprechungsraum funktioniert akustisch anders als eine Cafeteria oder ein Kommunikationsbereich.
Deshalb beginnt eine sinnvolle Akustikplanung nicht mit der Frage:
„Wie viele Akustikplatten brauchen wir?“
Sondern mit:
„Wie wird dieser Raum genutzt – und wie soll er sich anhören?“
Erst daraus ergibt sich, welche Flächen behandelt werden sollten und welche Art von Absorbern sinnvoll ist.
Gute Akustik wird Teil guter Architektur
Die beste akustische Lösung ist häufig diejenige, die man später gar nicht mehr als technische Maßnahme wahrnimmt.
Material, Farbe, Form und Anordnung können bewusst in das Gestaltungskonzept integriert werden. So entstehen Räume, die nicht nur gut aussehen, sondern sich auch angenehm nutzen lassen.
SilentFiber unterstützt Architekten, Planer und Unternehmen bei der Entwicklung passender Akustiklösungen für Büro- und Arbeitswelten.
Von einzelnen Wandabsorbern bis zu größeren Decken- und Gestaltungskonzepten.
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