Wie alles begann...
Robert Schwemmer, Gründer und CEO von SilentFiber.net

Robert Schwemmer, Gründer und CEO von SilentFiber.net

2006 haben wir begonnen eine Dämmplatte aus HANF-Stroh zu entwickeln. Zusammen mit der Firma Capatect wurde die Produktion des Naturdämmstoffs im Weinviertel in Niederösterreich aufgebaut um damit Fassaden zu dämmen. Durch eine Ausstellung in Wien haben wir herausgefunden, dass die Hanfdämmplatte auch hervorragend Schall schluckt. Daraus entstand eine Akustikplatte und einen SilentFiber.net - der Online-Vertrieb für nachhaltige Akustiklösungen.

2006

Entwicklung HANF Dämmplatten

für die Dämmung von Fassaden, Fa. NAPORO

2006

2011

Akademie der bildenden Künste Wien

Ausstellung “big – bad – modern”

2011

2017

Online-Vertireb

HANF Akustikplatten www.SilentFiber.net

2017

Wie die Idee entstand: Naturfasern schlucken Schall

Akademie der bildenden Künste, Wien: eine Ausstellung wird eröffnet. Die Location: eine großer, halliger Raum mit einem spannenden Industriecharakter aber einer sehr schlechten Raumakustik. Doch heute ist irgendetwas anders. Die Laudatorin stutzt. Der Hall – das Echo ist heute weg. Sie muss nicht schreien um verstanden zu werden.

Was war passiert? Statt Tischen haben die Ausstellungsmacher Hanfdämmstoffplatten verwendet. Und so waren in dem Raum nicht nur schallharte Oberflächen wie Putz und Glas, die den Schall ungebremst zurückwerfen, sondern auch die „weichen“ Naturfasern.

Schnell war uns klar geworden, dass sich in den Hohlräumen der Hanfplatten der Schall „bricht“. Genauer gesagt wird ein Teil der Schallenergie in Wärme umgewandelt, dadurch wird weniger Schall zurückgeworfen – es entsteht weniger Echo. So nimmt die Sprachverständlichkeit im Raum zu und die Ansprache wird für den Zuhörer verständlicher, denn der Wiederhall der Worte wirkt als würden mehrere Menschen durcheinanderreden.

Nach diesem spannenden Event in Wien haben wir eines verstanden: die Hanfplatten schlucken Schall – und das ganz natürlich ohne künstliche Mineralfasern verwenden zu müssen.

Vom Dämmstoff zum Schallabsorber

Vor dem Schicksalsmoment in der Kunstakademie wurden die Dämmstoffplatten „versteckt“. Zum Beispiel als Ersatz von Styropor werden die Platten in Putz eingepackt. Im Holzbau wird der natürliche Baustoff mit Holzbauplatten eingenagelt. Der Schall muss aber in die Platten eindringen um geschluckt zu werden. Somit war eines klar: für die Verbesserung der Raumakustik müssen die Platten aus dem „Versteck“ geholt werden und sichtbar werden. Und so haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie wir aus den Dämmstoffplatten eine Akustikplatte entwickeln können.

Naturfaser Akustikplatte

Man kann die Hanffaserplatten in ihrer natürlichen, braunen Farbe verwenden. Das passt aber nicht in jedem Raum. Und so haben wir uns für Farbe entschieden. Die Akustikplatten werden mit mineralischen Farben beschichtet. Dabei erhalten sie ihre schallabsorbierende Wirkung zur Gänze. Durch die unterschiedlichen Farben werden die Akustikplatten zu einem spannenden Designelement im Raum, das man gar nicht mehr verstecken möchte.