Manche Probleme begleiten ein Zuhause über viele Jahre.
So war es auch bei einem Kundenprojekt in einer Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1951.
Bereits beim Renovieren vor über 20 Jahren wurde klar: Die Wand zum Nachbarn war deutlich hellhöriger als gewünscht. Gespräche und Geräusche aus der angrenzenden Haushälfte waren gut wahrnehmbar. Damals wurde eine klassische Vorsatzschale mit Ständerprofil und Dämmwolle eingebaut.
Die Hoffnung war groß. Die Wirkung leider eher überschaubar.
Wenn der alte Aufbau nicht genug bringt
Viele Jahre später änderte sich die Situation noch einmal. Nebenan zog eine Familie mit zwei Kindern ein. Toben, Turnen, Boxen — ganz normale Geräusche im Familienalltag. Für die andere Seite der Wand wurden sie jedoch deutlich spürbar.
Besonders problematisch: Der bestehende Aufbau mit Metallständerwerk und Mineralwolle konnte den Schall nicht ausreichend entkoppeln. Es fehlte die gewünschte Federwirkung. Die Konstruktion war zwar gedämmt, aber akustisch nicht so wirksam, wie es im Alltag gebraucht wurde.
Als das Kinderzimmer ohnehin renoviert wurde, entschied sich der Kunde, die alte Dämmung zu entfernen und die Wand mit Hanf-Schallschutzplatten neu aufzubauen.



Der neue Aufbau: Hanfplatten als Schallschutzlage
Bei der Sanierung kamen unsere Hanf-Schallschutzplatten zum Einsatz. Sie werden direkt als schalldämmende Lage in den Wandaufbau integriert und anschließend beplankt.
Das Ziel dabei ist nicht nur, „etwas Dämmung“ in die Wand zu bringen. Entscheidend ist der richtige Aufbau: Masse, Federwirkung und Entkopplung müssen zusammenarbeiten. Erst dann kann eine Vorsatzschale Geräusche wirksam reduzieren.
Die Hanfplatten übernehmen dabei eine wichtige Funktion: Sie bilden eine natürliche, elastische Schicht im System und tragen dazu bei, Schallübertragungen spürbar zu mindern.
Die Rückmeldung des Kunden
Nach der Montage kam eine kurze, aber sehr klare Rückmeldung:
„Der Erfolg ist deutlich!“
Genau solche Rückmeldungen zeigen, warum ein gut geplanter Schallschutzaufbau so wichtig ist. Gerade in älteren Gebäuden, Doppelhaushälften oder Reihenhäusern sind die vorhandenen Wandkonstruktionen oft nicht auf heutige Anforderungen ausgelegt.
Was früher akzeptabel war, kann im Alltag schnell zur Belastung werden — besonders dann, wenn sich die Nutzung der Räume verändert oder neue Nachbarn einziehen.
Schallschutz mit natürlichen Materialien
Für uns ist dieses Projekt ein schönes Beispiel dafür, dass wirksamer Schallschutz nicht automatisch mit künstlichen Dämmstoffen verbunden sein muss.
Hanf ist ein natürlicher Rohstoff, angenehm zu verarbeiten und eignet sich sehr gut für nachhaltige Wandaufbauten. Gleichzeitig entsteht ein System, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch zur Wohngesundheit und zu einem angenehmeren Raumgefühl beiträgt.
Fazit: Manchmal braucht es den richtigen zweiten Versuch
Der Kunde hatte bereits vor 23 Jahren versucht, das Schallproblem zu lösen. Die erste Konstruktion brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg.
Erst mit dem neuen Aufbau aus Hanf-Schallschutzplatten und anschließender Beplankung wurde eine Lösung erreicht, die im Alltag deutlich spürbar ist.
Oder, wie der Kunde es selbst zusammenfasst:
„Der Erfolg ist deutlich!“
Vielen Dank für die Freigabe der Bilder und der Geschichte — natürlich anonymisiert.